Eine Muse für alle Sinne

Mitte April brach das neue Flaggschiff von Silversea Cruises, die Silver Muse, zu ihrer Jungfernfahrt auf. Für die monegassische Reederei ist es der erste Neubau seit sieben Jahren. Ein Schiff, das mit gelungenem Design und neuen gastronomischen Konzepten aufwartet. Michael Wolf berichtet.

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Nobel: Bereits vor der Reise versendet Silversea mit den Reiseunterlagen ein 90 seitiges Buch in silbergrauem Design, das auf den jeweiligen Gast personalisiert ist. Man findet die Lage seiner Suite, die wichtigsten Informationen zu Wohnen, Restaurants, Spa und den auf dieser Reise buchbaren Landausflügen.


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Rundgang

Die Silver Muse ist größer (40.700 BRZ) und fast 20 Meter länger (213 Meter) als ihre „kleine“ Schwester Silver Spirit, trotzdem schon in den Außenlinien deutlich schnittiger und eleganter geraten. Um die maximal 596 Passagiere kümmern sich 411 Crewmitglieder. Im Gegensatz zu dem

etwas dunkleren Innendesign der Silver Spirit kommt das neue Flaggschiff mit hellen und modernen Farben daher – und etlichen wirklich sehr schön geratenen Innenbereichen.

Der erste Eindruck auf dem Schiff ist allerdings kein atemberaubendes hohes Atrium, sondern ein Rezeptionsbereich mit einer scheinbar endlos langen Lounge (Dolce Vita) mit Sitzmöbeln und einer Bar, von einigen Gästen wenig respektvoll als Flughafen-Wartesaal der Luxusklasse bezeichnet. Die wahren Werte der Silver Muse liegen in der Tat woanders. Da ist auf demselben Deck das moderne Theater mit seinen LED-Decken, die wie hängende Teppiche die verschiedensten Farbtönungen und Ambiancen kreieren können. Da sind die beiden wunderschönen Treppenhäuser, die großen Außenflächen auf mehreren Decks in Teakholz vor allem am Heck, die immer wieder mit anderen Liegemöbeln, Minipools oder bequemen Sesseln überraschen. Wie auch der gelungene Außenbereich der „Innovationen“ der Silver Muse auf Deck 8 – der Connoisseur's Corner in Rottönen (mit Zigarrenhumidor, edle Cohibas (bis 34$) und alten Cognacs und natürlich Raucherbereich). Oder dem neuen Arts Café, eine Art Marktplatz mit Sitzecken, schweren Sesseln, Kunstwerken, Spielen und einer kleinen Bar mit Theke, an der ganztägig kleine Snacks der feinsten Art angeboten werden. Nicht weniger als drei Küchenmitarbeiter kümmern sich allein um die Zubereitung dieser exquisiten Köstlichkeiten, die je nach Tageszeit fünfmal am Tag mit anderen Inhalten bestückt werden. Auf demselben Deck locken auch gestylte Boutiquen mit Schmuck und Markenkleidung. Und natürlich gibt es wie bei jedem Silversea-Schiff die Observation Lounge mit Bibliothek hoch oben vorne mit dem klassischen Panoramablick und dem fast geheimen Zugang zum obersten Open-air-Deck, auf dem sich nur selten Passagiere befinden – Luxus pur.


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Die Suiten

Während auf der Silver Muse alle öffentlichen Räume im hinteren Bereich des Schiffes liegen (bis auf die sehr schöne Observation Bar auf Deck 11, die im übrigen einen exklusiven Zugang zu einem noch höher gelegenen Außendeck besitzt), befinden sich alle Suiten im vorderen Bereich.

Sie sind zwischen 30 und über 120 qm groß, verfügen alle über private Balkone und Teakholz-Veranden, begehbaren Kleiderschrank und zwei TV-Screens. Geschmackvolle, helle Töne bestimmen das Design, die Badezimmer sind marmorgetäfelt und warten mit Kosmetikprodukten von z.B. Bulgari auf, die selber gewählt werden können.

Das hauseigene TV-Enterainmentprogramm ist auf dem letzten technischen Stand: Interaktive Aktionen wie Buchungen von Landausflüge oder Rechnungsinfos gehören ebenso dazu wie eine sehr umfangreiche kostenlose Auswahl von Filmen, unter denen sich auch neueste Produktionen befinden.

In der Eigner-Suite hängt nicht nur ein Gemälde des Silversea-Inhabers Manfredi Lefebvre d'Ovidio, sondern es gibt auch auch persönliche Gegenstände, die er selbst ausgewählt hat – Bücher, Kunstgegenstände, Fotos seiner Familie....



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