Beste Aussichten

Moderne Megaschiffe sind heute meist konzipiert, ihre Gäste zu unterhalten, bei vielen steht das Meer nicht mehr primär im Fokus. Die neue Norwegian Bliss bietet dagegen bestes Entertainment und gleichzeitig auch eine Rückkehr zum Kontakt mit dem Ozean – Michael Wolf ließ sich überzeugen.

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„Eine solche Observation-Lounge ist einmalig.“ Andy Stewart, CEO von Norwegian Cruise Line, ist sichtlich stolz auf das Highlight „seines“ neuen Schiffes. In der Tat ist diese Lounge eine der schönsten Einrichtungen der letzten Jahre, die auf Kreuzfahrtschiffen in den letzten Jahren gebaut wurden. 325 qm groß erstreckt sich über zwei Decks allein die Glasfront, die freien Blick in Fahrtrichtung bietet. Auch die umlaufenden Teile der fast 2000 qm großen Lounge haben raumhohe Panoramafenster – eine einfach ideale Möglichkeit, die Gletscherlandschaften Alaskas vorbeiziehen zu sehen, dem wichtigsten Einsatzgebiet der Norwegian Bliss.


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Helle moderne Farben bestimmen das Bild, bequeme gemütliche Kanapees und Sessel oder Bücherregale vermitteln eine relaxte Atmosphäre, eine geschickte Raumaufteilung in den beiden Umläufen sorgen für Intimität, eine kleine Rundbar sowie Snacktheken ergänzen den Komfort.

Auch im The Haven, dem geschlossenen Suitenbereich (wie immer mit eigenem Innenpool, Außenbereich, Bar und Restaurant), gibt es eine schön gestylte private Lounge mit Glasfront über zwei Decks: die Horizon Lounge.

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Es ist ein neues Bild von NCL, das sich hier bietet. Zurück zu Kreuzfahrten mit Kontakt zum Meer. Dafür wurden mehr als 60 Kabinen allein auf Deck 15 für die Einrichtung der Observation Lounge „geopfert“. Mehr Platz, mehr Großzügigkeit heißt die Devise. Und auch mehr Kontakt zum Wasser, wie auf der immer besser angenommenen „Waterfront“, dem umlaufenden Außenbereich auf Deck 8. Hier finden sich die Open-air-Dining-Möglichkeiten verschiedener Spezialitäten-Restaurants, zwei Außenbars (darunter die hervorragende Sugarcane Mojito Bar) und diverse Sitzlandschaften. Mehr als 800 Millionen US-Dollar steckte die Reederei in den bisher teuersten Neubau der Flotte, der sich ganz besonders durch Liebe zum Detail und ein wirklich dezentes Design auszeichnet, das dem modernen amerikanischen, aber auch europäischem Geschmack entgegenkommt. Zahlreiche verschiedene Kabinentypen von der 135 qm großen The Haven-Ownersuite bis zur Studio-Innenkabine (mit Screen, auf dem die Außensituation gezeigt wird) stehen für Vielfalt, die „normalen“ Balkonkabinen sind voll ausgestattet und mit 19 qm Größe im Branchenschnitt sehr gut. Viele Bereiche auf dem Schiff wurden großzügiger gestaltet wie der Erwachsenenbereich H2O, der jetzt am Heck Blick aufs Meer statt Riesen-Screen gestattet oder die Umordnung des Poolarea.

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Gadgets

Natürlich gibt es sie auch auf der Norwegian Bliss, die Freefall-Wasserrutschen, die sogar über die Bordwand reichen, den Wasserpark, die Pools, die wirklich guten Bereiche für Kids und Jugendliche mit dem entsprechenden Betreuungsprogramm. Und natürlich gibt es wie auf jedem Megaschiff Innovationen:

Auf Deck 19 surren die bis zu 50km/h flinken Elektro-Wagen wie kleine Drohnen. Erstaunlich leise und ohne Abgase drehen sie ihre Runden auf der mit 300 Metern und 15 Kurven längsten Kartbahn auf See, die über zwei Ebenen führt. Auf Screens können die Freizeit-Piloten und ihre Fans die Fahrzeiten verfolgen – und die Sieger auf dem Podest feiern. Auch wenn man sich die Frage stellt, ob eine Kartbahn unbedingt ihren Platz auf einem Kreuzfahrtschiff haben sollte: Die ersten Gäste sind begeistert. Bisher gab es eine solche Bahn etwas kleiner nur auf der Norwegian Joy, die aber nur für den asiatischen Markt gebaut wurde.


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Ein weitere Neuentwicklung: die Lasertag-Arena auf dem höchsten Deck am Bug, in der die Gäste in einer verlassenen Raumstation mit Lasern kämpfen können. Auch tagsüber geöffnet, macht es allerdings schon wegen der Sichtbarkeit der Laserstrahlen abends mehr Spaß....




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