Paradies in Gefahr

Korallenriffe gehören zu den schönsten Naturwundern. Wer sie je vom Kreuzfahrtschiff aus sah, zu ihnen schnorchelte oder gar tauchte, wird das nie vergessen. Nun sind sie in akuter Gefahr abzusterben, recherchierte Roland Mischke. Ausgerechnet im „Internationalen Jahr des Riffs“ 2018.

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Wer Australien bereist, lässt sich die Attraktion des Fünften Kontinents meist nicht entgehen. Ausflugsschiffe schwimmen vor der Nordostküste stundenlang über farbenfreudige Korallenriffe, die Schiffe haben in der Mitte riesige Glasfenster, durch die Passagiere aus aller Welt die Riffe bestaunen. Das Riffsystem hat eine Ausdehnung größer als Deutschland, es ist die Ikone der australischen Natur. Es verläuft mehr als 2300 Kilometer entlang der Küste von Queensland. Es ist das größte von Lebewesen geschaffene Gebilde der Welt, denn Korallen sind Organismen – und Architekten.


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Das Boot nähert sich einem hell türkisen Flecken im Wasser, einem intensiv strahlenden Riff. In Kabinen steigen Touristen in Neoprenanzüge, Schnorchler setzen Brillen auf. Am Heck des Bootes lassen sie sich ins Wasser fallen. Vor dem Glas der Taucherbrille steigt der Wasserspiegel, bis alles nur noch blau ist. Das Meer ist getupft von grünbraunen Algenpartikeln. Nach einigen Beinschlägen unter Wasser kommt das Riff in den Blick. Bizarr geformte Korallen, zwischen denen bunte Fische huschen. Keck schauen sie aus Spalten heraus, lassen ihre Schwanzflossen zittern, während das Wabern des Ozeans in Bewegung bleibt.

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Ein Kaleidoskop aus Farben und Formen, betörend schön. Wellen umspielen die Riffe und brechen sich in sanften Schaumkronen an den flach unter der Oberfläche liegenden Stellen. Mittendrin ist die hundert Jahre alte Hirnkoralle mit kleiner Maserung an der Oberfläche zu sehen. Eine Wunderwelt im Pazifik, wie ein Disney-Film. Noch....




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