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Royal Caribbean investiert weiter in Privatinseln und Flotte


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Im Rahmen ihres neuen Destinationsprojektes Perfect Day Island Collection tätigt die amerikanische Reederei Royal Caribbean International in den kommenden Jahren Investitionen in Milliardenhöhe in die Erschließung neuer Privatinseln und die Erweiterung ihres Destinationsangebotes sowie in ihre Flotte, um Passagieren auf See und auch an Land besondere Urlaubserlebnisse bieten zu können. Nach erfolgreichem Abschluss der 200 Millionen teuren Umbaumaßnahmen eröffnet die bereits bestehende Bahamas-Privatinsel Coco Cay von Royal Caribbean International im November 2019 als erste innerhalb der Perfect Day-Serie in der Karibik. Weitere Inseln in Asien, Australien sowie in der Karibik sind in der Planung. Mit der Perfect Day Island Collection ermöglicht die Reederei Kreuzfahrturlaubern exklusiv auf eigenen Privatinseln eine Reihe von Erlebnissen mit einem Mix aus Unterhaltung und Entspannung. „Unsere modernen Schiffe sind technisch auf dem neuesten Stand der Dinge und bieten beste Unterhaltung. Aber auch unsere Reiseziele spielen eine nicht unerhebliche Rolle für den Kreuzfahrturlaub unserer anspruchsvollen Gäste“, so Michael Bayley, Präsident and CEO von Royal Caribbean International Mitte März auf einer Veranstaltung in New York. Perfect Day in Coco Cay bietet mit insgesamt sieben Inselerlebnissen zahlreiche Entdeckungsmöglichkeiten aus einer Kombination von Abenteuer und Erholung. Die Kreuzfahrtschiffe von Royal Caribbean International fahren von den amerikanischen Häfen New York, Maryland und Florida aus für den Perfect Day nach Coco Cay. Zu den dortigen Highlights gehört der Thrill Waterpark, der neben zwei Wassertürmen und 13 Rutschen auch die 35 Meter hohe Wasserrutsche Daredevil's Peak beherbergt - die höchste Wasserrutsche Nordamerikas. Darüber hinaus bietet der Wasserpark den größten Wavepool der Karibik sowie einen kinderfreundlichen Hindernis-Parcours. In der Oasis Lagoon liegt der größte Süßwasserpool der Karibik mit einer Swim-up-Bar und Liegestühlen. Oberhalb der Karibikinsel gibt es eine fast 500 m lange Zipline und über dem Boden schwebt der Heliumballon „Up, Up and away“ als höchster Aussichtspunkt der Bahamas. Zusätzlich zu den kürzlich angekündigten digitalen Innovationen wie dem Check-in via Smartphone, neue Kabinen-Technologie sowie eine neue mobilen App, investiert die Reederei 900 Millionen US-Dollar in die Neugestaltung ihrer Flotte durch das Modernisierungsprogramm „Royal Amplified“. Das Programm erstreckt sich auf zehn Schiffe innerhalb von vier Jahren. Im Fokus steht die Schaffung neuer Erlebniswelten. Eines der Highlights ist der „Sky Pad“, die dem Gast Bungee-Trampolin-Sprünge als Virtual-Reality Erfahrung ermöglichen. JPM


Kreuzschifffahrt Pionier bei Nachhaltigkeit

Wirksames Ballastwasser-Management und ein niedrigerer Grenzwert für Schwefel im Treibstoff: Strengere Umweltauflagen zwingen die Schifffahrt zum Handeln. Auf der alle zwei Jahre in Hamburg stattfindenden maritimen Weltleitmesse „Schiff, Maschine Meerestechnik (SMM), die in diesem Jahr mit mehr als 2200 Ausstellern von 4. bis 7.September veranstaltet wird, präsentieren Unternehmen zukunftssichere Technologien. Beim begleitenden Fachkongress global maritime environmental congress (gmec) diskutieren Experten die Herausforderungen und Chancen für die Branche. Eine neue Themen-Route bringt die Besucher zielgerichtet zu den Aussteller-Highlights im Bereich Kreuzfahrt.

Der Countdown läuft: Ab 1. Januar 2020 gilt die niedrige 0,5 Prozent-Grenze für den Schwefelanteil im Schiffsbrennstoff. „Es gibt keine Umkehr. Der niedrigere Schwefel-Grenzwert wird signifikant positive Auswirkungen auf die Umwelt und die menschliche Gesundheit haben – besonders für Menschen, die in Hafenstädten und Küstenregionen leben“, sagte IMO-Generalsekretär Kitack Lim Anfang Februar bei der Tagung des IMO-Unterausschusses für Umwelt. Eine Möglichkeit diese Vorgabe zu erfüllen ist LNG: Laut SMM Maritime Industry Report (MIR) ziehen bereits 44 Prozent der Reeder Flüssigerdgas als Brennstoff für ihre Neuanschaffungen in Erwägung. Welche anderen Optionen es für die Branche gibt, wird auf der SMM 2018, der Weltleitmesse der maritimen Wirtschaft, in Hamburg diskutiert. Weltweit stehen die Reedereien vor richtungsweisenden Entscheidungen: Wird es ausreichend schwefelarmen Treibstoff zu angemessenen Preisen geben? Lohnt sich der Einbau eines Scrubbers zur Abgasreinigung? Muss zu alte Tonnage verschrottet werden? Ist es besser und finanzierbar, bei Nachrüstungen oder Neubau gleich auf LNG zu setzen? Diese Fragen diskutieren auch die Experten beim global maritime environmental congress (gmec), der am 5. September im Rahmen der SMM stattfinden wird. Wie sich die Industrie am besten auf aktuelle Regularien einstellt und für künftige wappnet, erläutert u.a. Katharine Palmer, Global Sustainability Managerin bei der Klassifikationsgesellschaft Lloyd’s Register. In der Halle A5, die dem Themenfeld „Green Propulsion“ gewidmet ist und LNG, Hybrid- und Dual Fuel Technologien in den Fokus rückt, finden Entscheidungsträger entsprechende Beratungsangebote und technische Lösungen.

In puncto Umwelt ist die Kreuzfahrtbranche schon einen Schritt weiter als andere Schifffahrtszweige. Das ist einerseits dem gestiegenen Nachhaltigkeitsbewusstsein der Passagiere geschuldet, andererseits den teilweise hochsensiblen Fahrtgebieten, in denen die Schiffe unterwegs sind. Erklärtes Ziel der Branche ist es, die Auswirkungen der Reise auf die Meeresumwelt, aber auch auf Küstenregionen so gering wie möglich zu halten. Auch hier spielt LNG als Schiffstreibstoff eine Schlüsselrolle. So hat AIDA Cruises vor wenigen Wochen bei der Meyer Werft ein drittes Kreuzfahrtschiff mit LNG-Technologie geordert. Die Meyer-Werft-Gruppe nimmt mit 13 Neubauaufträgen für große LNG-betriebene Kreuzfahrtschiffe eine weltweite Spitzenposition ein. Die japanische NGO „Peace Boat“ setzt bei ihrem Vorzeige-Projekt „Ecoship“ ebenfalls auf LNG. Zusätzlich zum Dual-Fuel-Motor wird das Schiff mit zehn einfahrbaren Photovoltaik-Segeln und Wind-Generatoren sowie 6.000 m2 Solar-Panels ausgestattet. Nähere Informationen zum potenziell grünsten Kreuzfahrtschiff aller Zeiten gibt es ebenfalls in der Halle A5.

Unter der Leitung des amtierenden Generalsekretärs des Verbands der europäischen Kreuzfahrtindustrie (CLIA Europe), Andreas Chrysostomou, beleuchtet eine gmec-Diskussionsrunde die Vorreiterrolle der Cruiser in Sachen Umweltschutz. Mit von der Partie sind u.a. Bud Darr, Top-Manager bei der Kreuzfahrtreederei MSC, Lex Nijsen, Leiter Vier-Takt-Aggregate beim Schiffsmotorenhersteller MAN Diesel & Turbo, Rolf Sandvik, CEO bei The Fjords und Jan-Erik Rasanen, Head of New Technologies beim finnischen Ingenieurdienstleister Foreship.

Auf der SMM können sich Besucher mit den technischen Lösungen der relevanten Unternehmen aus aller Welt vertraut machen. „Zahlreiche Hersteller berichten bereits im Vorfeld der SMM von neuen Auftragsrekorden“, sagt Claus Ulrich Selbach, Bereichsleiter Maritime und Technologiemessen bei der Hamburg Messe und Congress GmbH. Für schnelle Wege zu den zahlreichen Aussteller-Highlights sorgen die passenden Themenrouten auf der SMM „Neu im Programm ist die Cruise & Ferry Route“, sagt Selbach. „Vom Maschinenraum über die Brücke bis hin zur Kabinenausstattung: Hier finden Besucher alles, was sie für den modernen Kreuzfahrtschiffbau brauchen

Der diesjährige gmec findet am 5. September statt. Unterstützung erhält das Konferenz-Team erneut vom Kooperationspartner Seatrade. „Auch dieses Jahr ist es uns gelungen, renommierte Fachleute aus aller Welt für die SMM zu gewinnen“, sagt Mary Bond, Managing Director Publishing and Content bei Seatrade. „Die Teilnehmer dürfen gespannt sein auf interessante Diskussionen und innovative Lösungen, die die Schifffahrt Schritt für Schritt noch sauberer machen.“ JPM


Oohh! - neuer Messe-Heimathafen für Kreuzfahrtfans


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Die Premiere der oohh! Die FreizeitWelten der Hamburg Messe hat die Erwartungen der Veranstalter erfüllt. In insgesamt elf Hallen boten vom 7. bis 11. Februar gleich vier FreizeitWelten den Besuchern eine Mischung aus Erlebnis, Information und Begegnung: die REISEN HAMBURG, die KREUZFAHRTWELT HAMBURG, die CARAVANING HAMBURG und die RAD HAMBURG. Alle vier Messen wurden erstmals unter dem Dach der oohh! veranstaltet. „Die Premiere ist gelungen, das neue Konzept mit dem wir Urlauber, Kreuzfahrer, Camper und Radfahrer noch gezielter ansprechen wollen, ist durch das große Interesse der Besucher und das Feedback der Aussteller bestätigt worden“, freute sich Messechef Bernd Aufderheide. Insgesamt stellten rund 800 Aussteller auf 77 000 Quadratmeter Fläche ihre Neuheiten für die Saison 2018 vor. Rund 73 000 Besucher kamen an fünf Tagen in die Messehallen amFernsehturm. Nach der Befragung durch ein unabhängiges Marktforschungsinstitut interessierten sich – wie im Vorjahr . 27 Prozent der Besucher besonders für Kreuzfahrten. Ein besonderes Highlight zum Messestart war die Eröffnung der REISEN HAMBURG durch I.K.H.Prinzessin Benedikte zu Dänemark, die im Anschluss über die große Erlebnisfläche des Partnerlands bummelte. Vor dem Hintergrund des anhaltenden Booms in der Kreuzfahrt war das Interesse des Publikums an der neuen KREUZFAHRTWELT HAMBURG in der Halle B5 entsprechend groß. In stimmungsvollem Ambiente inklusive Schiffsdeck mit Poolbar und Deckchairs konnten sich die Besucher der FreizeitWelt für Kreuzfahrer über die Angebote und Neuheiten von 15 Reedereien informieren. Darüber hinaus waren Veranstalter für Fluss- und Hochsee-Kreuzfahrten, spezialisierte Reisebüros und auchAnbieter von Hausboot-Urlaub und Yacht-Charter vertreten. Die Bandbreite des Angebots reichte von der Weltreise auf einem Luxusliner bis zum Entdeckertörn auf einem Expeditionsschiff. Auf derVortragsbühne von Deutschlands größter Kreuzfahrtmesse gaben Experten wie Christian Baumann, Crewmitglied in der ARD-Serie „Verrückt nach Meer“, spannende Einblicke in das Reisen auf hoher See. Im nächsten Jahr findet die Oohh! Vom 6. bis 10. Februar 2019 statt.JPM



Erste von vier Stena- Fähren in China auf Kiel gelegt


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Bei der chinesischen AVIC Weihai-Werft ist am 2. Februar die erste von vier neuen RoPax-Fähren der neuen E-Flex-Klasse für die schwedischen Stena Line für den Einsatz der Irischen See auf Kiel gelegt worden. Vor dem Absetzen des ersten Bodensektion für die Bau-Nr.W0263 wurden im Rahmen einer traditionellen Münzzeremonie von Stena Line-CEO Niclas Mårtensson und Stena RoRo-Projektmanager Magnus Olsson vier Münzen (Euro, Schwedenkrone, RMB und Pfund Sterling) als Glücksbringer auf den Kielpallen platziert. Die Ablieferung der vier von Deltamarin entworfenen und vom DNV GL zu klassifizierenden Neubauten soll 2019 und 2020 erfolgen. Bei der Kontraktunterzeichnung für das Quartett hatte sich Stena RoRo die Option für weitere vier Nachbauten gesichert. Die 214,5 m langen, 27,8 m breiten und 6,4 m tiefgehenden Schiffe kommen auf eine Bruttoraumzahl (BRZ) von ca. 40500 und sollen mit je zwei12600 kW-leistenden V12-Viertaktdieseln eine Geschwindigkeit von 22 kn erreichen. Die mit Scrubbern ausrüstbaren Motoren werden zwar mit konventionellem Brennstoff betrieben, jedoch für den Einsatz mit verflüssigtem Erdgas (LNG) vorgerüstet. Die Passagierkapazität wird mit rd. 1000 Personen angegeben, die Kabinenanzahl mit 175. Es stehen 3100 Spurmeter für rollende Ladung wie Lkw und Trailer sowie zusätzlich 120 Stellplätze für Pkw zur Verfügung.Die Neubauten sollen 50 Prozent größer als der heutige RoPax-Standard sein und 25 Prozent weniger CO2-aus vergleichbare Tonnage emittieren, so die Reederei. “Unser Ziel ist es, mit diesen Fähren auf dem allerneusten Stand in Bezug auf Energieeffizienz, Flexibilität und Kundenservice zu sein. Derzeit entwickeln wir einige spannende digitale Ausstattungsmerkmale, die unseren Kunden auf ihrer Reise neue Möglichkeiten eröffnen werden“, kündigt Mårtensson an. JPM



Auftrag für LNG-Fähre


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Mit verflüssigtem Erdgas (LNG) als umweltfreundlicher Brennstoff betrieben werden soll eine Passagier- und Autofähre für den Bodensee, deren Bau sich die Hamburger Pella Sietas Werft im Rahmen eines EU-weiten Vergabeverfahrens sichern konnte. Das für die Stadtwerke Konstanz bestimmte Schiff mit Kapazitäten für mehr als 60 Pkw und 700 Passagiere soll zukünftig zwischen den Städten Konstanz und Meersburg verkehren. Das Design des Neubaus orientiert sich an der bereits auf der Route verkehrenden 82 m-Fähre Lodi (Foto), die von der Bodan-Werft gebaut wurde und 2010 in Dienst gestellt worden ist. Das Antriebskonzept der neuen LNG-Fähre basiert auf zwei Gasmotoren von MTU, die auf zwei Voith Schneider-Propeller arbeiten. Der Neubau wird von der Pella Sietas Werft in Sektionen so weit vorgefertigt, dass ein Transport bis an den Bodensee möglich bleibt. Die Rumpfmontage und der Innenausbau werden im österreichischen Fußach erledigt. Die Fähre, deren Auftragsvolumen bei knapp 18 Mio. Euro liegt, soll im Februar 2020 an die Stadtwerke Konstanz übergeben werden. Für Pella Sietas bedeutet der Auftrag den Einstieg in Deutschlands größtes Binnenschiffsrevier, den Bodensee. Darüber hinaus will die Werft, in deren Auftragsbestand sich derzeit eine weitere Hafenfähre für die Hamburger Hadag befindet, Erfahrungen beim Bau von Schiffen mit LNG als Brennstoff sammeln, was insbesondere für die Akquisition von öffentlichen Aufträgen von Bedeutung ist.JPM


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